Kleinwasserkraft

Informationen zum Ablauf der Tarifförderung von Wasserkraftanlagen

Allgemeines

Die Förderung von Kleinwasserkraftanlagen mittels Einspeisetarif gilt für neue Anlagen oder revitalisierte Anlagen, sofern die Engpassleistung 2 MW nicht überschreitet. Pro Jahr steht für die Tarifförderung von Kleinwasserkraftanlagen ein Unterstützungsvolumen von 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Höhe der Einspeisetarife wird jährlich per Verordnung geregelt.

Der Ablauf der Förderung umfasst folgende Schritte:

  • Einholen der notwendigen Genehmigungen und eines gültigen Einspeisezählpunktes
  • Antragstellung bei der OeMAG.
    Bitte beachten Sie, dass bei der Antragstellung für eine Revitalisierung die elektrische Engpassleistung nach der Revitalisierung (künftige Engpassleistung) beantragt werden muss.

Informationen zum Ablauf der Antragstellung finden Sie HIER.

  • Zuweisung des frei verfügbaren Förderkontingents (Unterstützungsvolumen)
  • Förderzusage in Form des Vertrages über die Abnahme und Vergütung von Ökostrom
  • Bau und Inbetriebnahme der Anlage innerhalb von 36 Monaten ab dem Zeitpunkt der Annahme des Förderantrages
  • Meldung der Inbetriebnahme durch den Netzbetreiber an die OeMAG
  • Tariflaufzeit 13 Jahre ab Inbetriebnahme der Anlage

 

Revitalisierung

Für die Revitalisierung einer Kleinwasserkraftanlage mit einer Engpassleistung von bis zu 2 MW kann eine Förderung mittels Einspeisetarife beantragt werden. Bei einer Revitalisierung einer Kleinwasserkraftanlage handelt es sich um Investitionen in die Anlage, die zu einer Erhöhung der Engpassleistung oder des Regelarbeitsvermögens um mindestens 15% führen.

Eine Revitalisierung ist immer dann gegeben, wenn mindestens zwei der wesentlichen Anlagenteile wie Turbine, Wasserfassung, Druckleitung, Triebwasserkanal, Krafthaus oder Staumauer bzw. Wehranlagen, welche vor Baubeginn bereits bestanden haben, weiter verwendet werden.

Bitte beachten Sie, dass bei einer Änderung der Anlage gegebenenfalls auch Änderungen der bestehenden Bewilligungen notwendig werden. Klären Sie daher vor der Antragstellung bei der OeMAG mit den zuständigen Behörden ab, ob die vorliegenden Genehmigungs- oder Bewilligungsbescheide geändert werden müssen.

Alle für die Errichtung und den Betrieb notwendigen Genehmigungen und Bewilligungen müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits vorliegen. Dies umfasst ebenfalls allfällig  notwendige Änderungsbescheide.

Für die Beantragung müssen folgende Schritte beachtet werden:

  • Antragstellung bei der OeMAG.
    Bitte beachten Sie, dass bei der Antragstellung für eine Revitalisierung die elektrische Engpassleistung nach der Revitalisierung (künftige Engpassleistung) beantragt werden muss.

Informationen zum Ablauf der Antragstellung finden Sie HIER.

  • Übermittlung aller für die Errichtung und den Betrieb der Anlage notwendigen Genehmigungen und Bewilligungen sowie eines technischen Berichtes.
    Inhalte des technischen Berichtes:
    • Beschreibung der Bestandsanlage
    • Erläuterung der geplanten Maßnahmen
    • Berechnung der Steigerung (EPL/RAV)
    • Feststellung Engpassleistung und Regelarbeitsvermögen vor der Revitalisierung
    • Geplante Engpassleistung und Regelarbeitsvermögen nach durchgeführter Revitalisierung
  • Prüfung des technischen Berichts durch OeMAG
  • Zuweisung des frei verfügbaren Förderkontingents
  • Förderzusage in Form des Vertrages über die Abnahme und Vergütung von Ökostrom
  • Bau und Inbetriebnahme der Anlage innerhalb von 36 Monaten ab dem Zeitpunkt der Annahme des Förderantrages
  • Meldung der Inbetriebnahme der revitalisierten Anlage durch den Netzbetreiber an die OeMAG
  • Nachweis der durchgeführten Revitalisierung mittels ziviltechnischem oder sachverständigen Gutachten.
    Inhalte des Gutachtens:
    • Beschreibung der durchgeführten Maßnahmen
    • Berechnung der Steigerung (EPL/RAV)
    • Feststellung Engpassleistung und Regelarbeitsvermögen vor der Revitalisierung
    • Bestätigung der Engpassleistung nach durchgeführter Revitalisierung sowie des erreichten Regelarbeitsvermögens
  • Tariflaufzeit 13 Jahre ab Inbetriebnahme der Anlage

Vergütung des eingespeisten Stroms

Nach erfolgreicher Inbetriebnahmemeldung der Neuanlage/der Revitalisierung durch den Netzbetreiber kann die Abrechnung in unserer Datenbank gestartet werden. Die monatlichen Zahlungen werden jeweils am Ende des Folgemonats durchgeführt. Bei jährlich abgelesenen Anlagen erfolgt einmal im Jahr eine Abrechnung über die tatsächlich eingespeisten Mengen. Die Einspeisemengen werden der OeMAG durch den Netzbetreiber übermittelt.

Nach Ablauf der Förderlaufzeit ist eine Abnahme des Ökostroms durch die OeMAG zum Marktpreis möglich.

Die Förderabwicklung erfolgt auf Basis der Allgemeinen Bedingungen der Ökostromabwicklungsstelle (AB-ÖKO).