EAG-Investitionszuschüsse

Allgemeine Informationen zu Investitionszuschüssen für Biomasseanlagen gem. § 57a EAG

Die Einbringung eines Förderantrags erfolgt online über unsere Homepage unter Antragstellung.

Leitfaden - EAG Investitionszuschüsse BIOMASSE

Die Neuerrichtung einer Biomasseanlage mit einer Engpassleistung bis 50kWel kann durch Investitionszuschuss gefördert werden.

Hinsichtlich der spezifischen Voraussetzungen für die Gewährung eines Investitionszuschusses, d.h.

  • der Höhe der zur Verfügung gestellten Fördermittel,
  • der Termine zur Antragstellung (Fördercalls),
  • der erforderlichen Unterlagen für eine erfolgreiche Förderungsbeantragung, sowie
  • den sonstigen Modalitäten der Antragstellung und des Abwicklungsprozesses

    beachten Sie bitte die entsprechenden Bestimmungen im EAG sowie der EAG-Investitionszuschüsseverordnung-Strom. Sie finden diese im Bereich Gesetze & Regelwerk.

Nachfolgend finden Sie auszugsweise einige wesentliche Informationen zur Antragstellung:

Investitionszuschüsse für Biomasseanlagen gem. EAG werden im Jahr 2022 in den nachfolgend dargestellten Fördercalls vergeben:

    
TechnologieFördercallsFördermittelFördersätze

Anlagen auf Basis von Biomassse
 

24.05.2022, 17:00 Uhr MESZ bis 19.07.20224 Mio. Euro2.400 Euro/kWel (maximal)
Anlagen auf Basis von Biomassse20.09.2022, 17:00 Uhr MESZ bis 15.11.20222 Mio. Euro2.400 Euro/kWel (maximal)

Quelle: EAG-Investitionszuschüsseverordnung-Strom

Ergänzend ist nachfolgendes zu beachten:

  • Die Höhe des Investitionszuschusses ist zusätzlich mit maximal 30% der Investitionskosten der unmittelbar für die Errichtung erforderlichen Kosten begrenzt.
  • In jedem Fall darf der Investitionszuschuss nicht mehr als 45% bis 65% der umweltrelevanten Mehrkosten betragen. (Großunternehmen: 45%; mittlere Unternehmen: 55%, Kleinunternehmen: 65%). Die umweltrelevanten Mehrkosten werden anhand eines Vergleichs gemäß Art. 41 Abs. 6 lit. B AGVO als Differenz zwischen den förderfähigen Investitionskosten und einer ähnlichen, weniger umweltfreundlichen Investition (Referenzanlage) ermittelt.
  • Bitte beachten Sie insbesondere, dass ein gültiger Förderantrag unbedingt vor Beginn der Arbeiten (entweder der Beginn der Bauarbeiten für die Investition oder die erste rechtsverbindliche Verpflichtung zur Bestellung von Anlagenteilen bzw. eine andere Verpflichtung, die die Investition unumkehrbar macht) einzureichen ist. Wurden bereits Maßnahmen gesetzt, bevor ein gültiger Antrag eingereicht wurde, ist keine Förderung Ihres Projekts möglich!
  • Etwaige für das eingereichte Projekt erforderliche erstinstanzliche Genehmigungen oder Anzeigen müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits vorliegen und sind im Rahmen des Ansuchens vollständig zu übermitteln.
  • Ergänzende Voraussetzungen, welche die Anlage erfüllen muss:
    • Brennstoffnutzungsgrad mindestens 60% (Nachweis durch ein Gutachten)
    • dem Stand der Technik entsprechende Maßnahmen zur Vermeidung von Feinstaub
    • Vorhandensein eines dem Stand der Technik entsprechenden Wärmezählers
    • Vorliegen eines Konzepts der Rohstoffversorgung zumindest für die ersten 5 Betriebsjahre
  • Die Anlage muss entweder an das öffentliche Elektrizitätsnetz oder Bahnstromnetz angeschlossen sein und mit einem Lastprofilzähler ausgestattet sein. (unter bestimmten Voraussetzungen ist anstatt einem Lastprofilzähler ein intelligentes Messgerät ausreichend; bitte beachten Sie diesbezüglich den § 55 Abs. 1 EAG)

Die Reihung der Förderanträge erfolgt nach dem Förderbedarf in „EUR/ kWel“ (Angabe durch den Antragsteller erforderlich), wobei der Antrag mit dem niedrigsten Förderbedarf in „EUR/ kWel“ zuerst gereiht wird. Bei Anträgen mit gleichem Förderbedarf in „EUR/ kWel“ erfolgt die Reihung nach dem Einreichzeitpunkt.

 

Informationen zur Antragstellung

Anträge auf Gewährung von Investitionszuschüssen (gem. § 57a EAG idgF) für Biomasseanlagen mit einer Engpassleistung bis 50 kWel können ab dem 24.05.2022, 17:00 Uhr MESZ eingebracht werden.

Die Einbringung eines Förderantrags erfolgt jeweils online über unsere Homepage unter Antragstellung.
Es ist keine vorherige Registrierung erforderlich!

Bitte beachten Sie auch den Leitfaden - EAG Investitionszuschüsse BIOMASSE.

Förderanträge können ausschließlich über das Online-Antragsformular zu den in der EAG-Investitionszuschüsseverordnung-Strom festgelegten Zeiträumen eingebracht werden. Eine Antragstellung via Fax, Post oder E-Mail ist nicht möglich.

Informationen betreffend Fördervertrag und Endabrechnung werden zu einem späteren Zeitpunkt bereitgestellt.

 

  • Ermittlung der Förderungshöhe  

    Bei den Investitionszuschüssen kommen folgende vier Fördergrenzen zur Anwendung:

    • Leistungskriterium
      • in EUR pro kWel (Fördersatz gemäß Verordnung bzw. angegebener Förderbedarf)
    • Kostenkriterium
      • in % der förderfähigen Kosten
    • Höhe der benötigten Förderung (Selbstangabe!)
      • in EUR
      • Höhe der für das dargestellte Vorhaben benötigten öffentlichen Finanzierung (z.B. Gemeinde, Bund, Land, EU). Diese Angabe hat die Gesamthöhe aller Förderungen zu umfassen, die Sie zur Umsetzung benötigen! (inklusive Investitionszuschuss über die OeMAG)
    • Beihilfeintensität
      • Die Investitionszuschüsse dürfen maximal 65% der beihilfefähigen Kosten (netto) für kleine Unternehmen, 55% für mittlere Unternehmen und 45% für große Unternehmen betragen.
      • Beihilfefähige Kosten = Differenz zwischen förderfähigen Kosten der Anlage und den Kosten der Referenzanlage (weniger umweltfreundliche Technologie).
      • Für die Berechnung der Kosten der Referenzanlage finden Sie hier eine Berechnungshilfe Referenzanlage für Biomasse (Excel-Datei).

    Beispiel für die Ermittlung der Förderungshöhe für eine Biomasseanlage

    • Leistung: 35 kWel und 90kWth (gemäß Antragsunterlagen)
    • Förderfähige Kosten: EUR 290.000 (gemäß Antragsunterlagen)
    • Kosten der Referenzanlage: EUR 12.930 (gemäß Gutachten)
    • Unternehmensgröße des Antragstellers: kleines Unternehmen (gemäß Antragsunterlagen)
    FördergrenzenErgebnis
    Leistungskriterium
    (angegebener Förderbedarf 2.400 EUR/kWel * 35 kWel)
    (Fördersatz gemäß Verordnung - linear interpoliert)
    EUR 84.000
    Kostenkriterium
    (max. 30%; EUR 290.000 * 0,3)
    EUR 87.000
    Höhe der benötigten Förderung
    (Selbstangabe des Förderwerbers)
    EUR 90.000
    Beihilfeintensität
    (Beihilfefähige Kosten: EUR 290.000 – EUR 12.930 = EUR 277.070)
    (max. 65% von EUR 277.070 = EUR 180.096)
    EUR 180.096
    Maximale Förderhöhe (Gewährung)EUR 84.000