China bis 2009 führend bei Windturbinen-Produktion
Oslo, 09.01.2008
China wird einem Branchenexperten zufolge bei der Produktion von Windturbinen bis 2009 weltweit die Führung übernehmen. Zu diesem Zeitpunkt würden die chinesischen Hersteller wohl eine jährliche Produktionskapazität von zehn Gigawatt erreichen, sagte der Generalsekretär des Global Wind Energy Council (GWEC), Steve Sawyer. Derzeit liege der Wert bei rund vier Gigawatt, davon werde jeweils die Hälfte von inländischen und ausländischen Unternehmen erzeugt.
Während 2007 weltweit mehr als 90 Gigawatt produziert wurden, prognostiziert Sawyer für 2008 einen Anstieg der globalen Produktion auf mehr als 100 Gigawatt. Im Jahr 2020 könnte die Windkraft dem Experten zufolge zwölf Prozent des weltweiten Elektrizitätsbedarfs decken. Derzeit sind es nur etwas mehr als ein Prozent.
Das dänische Unternehmen Vestas ist derzeit der größte Windturbinenhersteller der Welt. Andere große Produzenten sind die spanische Gamesa, der US-Mischkonzern General Electric und die indische Suzlon. In Deutschland sind unter anderem Enercon, Nordex und REpower im Geschäft. Die Exportrate der deutschen Hersteller und Zulieferer von Windenergieanlagen lag Anfang 2007 dem BWE zufolge bei mehr als 70 Prozent.
Chinesische Firmen exportieren nach Angaben Sawyers derzeit noch keine Windturbinen. Der chinesische Marktführer Gold Wind sowie das Unternehmen Sinovel hätten jedoch für die Zeit nach 2009 und 2010 große Exportpläne, sagte Sawyer. Die absehbare Konkurrenz durch vergleichsweise billige chinesische Turbinen sei daher für die Verbandsmitglieder von GWEC ein wichtiges Thema. GWEC vertritt mehr als 1.500 Windunternehmen in mehr als 50 Ländern.
Quelle: APA,ag
