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EEX will an Europas Spitze

Leipzig, 19.08.2010

Die Leipziger Energiebörse EEX hat das erfolgreichste erste Halbjahr ihres zehnjährigen Bestehens hinter sich und will weiter nach oben. In den kommenden fünf Jahren soll die einzige deutsche Börse für Energieprodukte zur führenden Energiebörse in Europa aufsteigen. "

Es müsste wirklich mit dem Teufel zugehen, wenn es nicht weiter nach oben gehen würde", sagte Vorstandsvorsitzender Hans-Bernd Menzel am 19. August bei der Vorstellung der Halbjahresbilanz. Die EEX hat derzeit 256 Handelsteilnehmer in 22 Ländern. Mit erleichterten Zugangsbedingungen, einer besseren technischen Anbindung sowie einer auf Partnerschaften basierenden Expansionstrategie seien die Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen, erklärte Menzel. Mit der französischen Powernext hat die EEX Tochtergesellschaften gegründet, in denen die Strom-Spothandelsgeschäfte und die Terminmarktgeschäfte beider Börsen gebündelt sind.

Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 28 Prozent auf 22,6 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis verdoppelte sich nahezu von 5,7 auf 11,5 Millionen Euro. Allerdings hatte die EEX im Jahr der Wirtschaftskrise 2009 Einbußen erlitten.

Termingeschäft läuft auf Hochtouren

Hauptumsatzbringer war der Terminmarkt für Strom. Neben Strom werden an der EEX Gas, Kohle und CO2-Emissionsberechtigungen gehandelt. Deutlich über Vorjahresniveau liege auch der Spot- und Termin-Gashandel, sagte EEX-Chef Menzel und stellte die Ölpreisbindung bei Gas infrage. Momentan liege der börslich gebildete Gaspreis unter dem für Langfristverträge mit Ölpreisbindung.

Möglich wäre es durchaus, das der Börsenpreis künftig als Referenzpreis für Gas eine Alternative zur Ölpreisbindung sei. Am Gesamthandel habe der börsliche Gashandel momentan einen Anteil "im niedrigen einstelligen Prozentbereich", sagte Menzel.

Quelle: APA/dpa

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