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OÖ Ökoenergie Exportoffensive mit Landeshilfe

Linz, 13.08.2010

Die im oberösterreichischen Ökoenergiecluster zusammenarbeitenden Unternehmen starten mit Landeshilfe eine Export- und Internationalisierungsoffensive. Sie bekommen zur Verstärkung bereits bestehender Aktivitäten - beispielsweise der Bundes-Exportinitiative - insgesamt 700.000 Euro zur Förderung von Schritten in außereuropäische Märkte.

Das gaben Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl (V) und Energielandesrat Rudi Anschober (G), sowie Ökoenergiecluster-Geschäftsführer Gerhard Dell in einer Pressekonferenz am Freitag in Linz bekannt, an der auch die Geschäftsführerin der Solartechnik-Firma SOLution, Andrea Dober, teilnahm. Oberösterreichische Unternehmen der Ökoenergie- und der Umwelttechnologie-Branche haben 12.600 Mitarbeiter, mehr als 3 Mrd. Euro Umsatz, zweistellige jährliche Steigerungsraten und eine Exportquote von mehr als 50 Prozent. Ihr Technologievorsprung machte sie bereits in mehreren europäischen Ländern zu Marktführern. Derzeit beginne sich in den USA ein Markt für die oberösterreichischen Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Die heimischen Firmen hätten die Chance, jetzt unter den ersten zu sein, die sich dort positionieren und damit rechtzeitig Marktanteile sichern, stellten die Politiker fest.

Weil es sich bei ihnen jedoch überwiegend um kleine bis mittelständische Unternehmen handelt, hätten sie nicht die Kapazitäten für die Bearbeitung der Märkte. Mit der Förderung durch das Land sollen unter anderem Zertifizierung und Typisierung unterstützt werden, weiters die Beratung, um sich in den unterschiedlichen Rechts- und Geschäftskulturen sowie technischen Normen und Produktanforderungen - beispielsweise andere Stromspannungen als in Europa - zurechtzufinden. Auch bei Marktrecherchen, Messeauftritten in den Zielmärkten sowie der Schulung von Mitarbeitern für und in den Zielmärkten soll geholfen werden.

Hilfreich sei bei den Exporten, dass Oberösterreich mit der geplanten "Energiewende" bis 2030 das Ziel verfolge, die Erzeugung von Strom und Wärme zur Gänze aus erneuerbaren Energien zu decken und somit schon über einen starken Heimmarkt verfüge, argumentierten die Politiker. So seien trotz Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr weitere 100.000 Quadratmeter Sonnenkollektoren installiert worden, der Gesamtbestand liege bereits bei über einer Million. Das entspreche einem Viertel der gesamtösterreichischen Fläche, Oberösterreich sei damit bundesweit führend.

Quelle: APA

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