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Spanien kürzt Subventionen für Solaranlagen

Madrid, 03.08.2010

Im Zuge seiner Budgeteinsparungen will nun auch Spanien die Beihilfen für Solaranlangen drastisch kürzen. Die Senkung der Subventionen für neue Solar-Bodenanlagen wird bis zu 45 Prozent betragen. Unterdessen sollen die Beihilfen für große Solar-Dach-Anlagen um rund 25 Prozent gekürzt werden. Spaniens sozialistischer Industrieminister Miguel Sebastian plant nach Angaben spanischer Medien vom Dienstag sogar die Subventionssenkung für kleine, private Solardachanlagen um fünf Prozent.

Tomas Diaz, Asif-Branchensprecher, kritisierte den Plan, der nicht nur den bisherigen Kurs der Regierung über den Haufen werfe, sondern spanische wie internationale Solar-Firmen ins Mark treffe. Obwohl die spanische Regierung von Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero in den vergangenen Jahren verstärkt auf die Förderung Erneuerbarer Energien setzte, muss Madrid mit einer Neuverschuldung von derzeit 11,8 Prozent nun den Rotstift ansetzen.

Nachdem vor allem der Solarenergiesektor im vergangenen Jahr seinen Umsatz auf 6,2 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr 2008 verdreifachen konnte, rechneten Experten bereits vor Monaten damit, dass der Photovoltaikmarkt beim Subventionsprogramm für Erneuerbaren Energie die größten Kürzungen werde hinnehmen müssen.

Der Solarenergiemarkt boomt in Spanien wie kein zweiter. Allein 2008 gingen insgesamt 30.000 neue Anlagen ans Netz. Die Einsparungen für die spanische Regierung dürften dabei bedeutend sein. Allein im vergangenen Jahr stammten rund 43 Prozent der 6,2 Mrd. Euro Umsatz aus den staatlichen Fördergeldern. Von Jänner bis Mai dieses Jahres erhielten die Solarenergiefirmen bereits 983 Mio. Euro aus der spanischen Staatskasse.

Quelle: APA

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