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Windmühlen "made in Germany" weltweit gefragt

Berlin, 29.07.2010

Die deutsche Windindustrie nimmt trotz leicht rückläufigem Heimatmarkt international eine Spitzenstellung ein. Dem Bundesverband Windenergie zufolge machte der Umsatz der Windanlagen-Hersteller in Deutschland im vergangenen Jahr 17,5 Prozent des weltweiten Umsatzes aus. Dabei betrug die Exportquote 75 Prozent. "Anscheinend gehört der Weltmarkt uns", sagte der Geschäftsführer von VDMA Power Systems, Thorsten Herdan, am Donnerstag in Berlin.

Weitgehend unbeeindruckt von der Krise wurden in Deutschland im ersten Halbjahr 332 Windenergieanlagen mit knapp 660 Megawatt Leistung neu installiert, wie Herdan erklärte. Der Leiter Forschung & Studien des Deutschen Windenergie-Instituts (DEWI), Bernd Neddermann, erklärte, insgesamt seien derzeit 21.315 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 26.386 Megawatt in Betrieb.

Herdan erklärte, 2010 werde mit einer prognostizierten Gesamtleistung von 27.600 Megawatt das Zuwachsniveau des vergangenen Jahres nicht ganz erreicht. Vor knapp drei Jahren hielte die Bundesregierung aber 27.000 Megawatt erst 2020 für möglich. Zudem gebe es für 2011 klare Anzeichen, dass es wieder mit zweistelligem Wachstum nach vorne gehen werde. "Perspektivisch ist uns um die Branche gar nicht bange", sagte Herdan.

Die Quoten für Repowering, dem Ersatz von älteren Windenergieanlagen der ersten Generation durch neue, leistungsstärkere Maschinen, sowie Offshore, die Erzeugung von Windenergie auf dem Meer, seien hingegen "enttäuschend", sagte Hermann Albers.

Entscheiderkonferenz für die Windenergie gefordert

Der Präsident des Bundesverbands Windenergie erklärte, vor allem wegen eines Einbruchs auf dem US-Markt, sei 2010 auch mit einem rückläufigen Weltmarkt zu rechnen. Aber auch der werde im nächsten Jahr wieder deutlich wachsen. Herdan betonte, mit 75 Prozent sei Windenergie "made in Germany" so gefragt wie aus keiner anderen Herstellernation. China sei bisher noch "hart an Null" beim Export.

Verbandschef Albers forderte von der Bundesregierung eine Entscheiderkonferenz nicht nur für Offshore, wie von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) geplant, sondern für die Windenergie generell.

Zudem dürfe das nationale Energiekonzept kein Atomkonzept werden: Man befürchte, "dass am Ende des Tages ein wie auch immer geartetes Ergebnis über die Laufzeitverlängerungen herauskommt und der Rest eben links liegenbleibt", sagte Herdan. Ein umfassendes Konzept sei nötig, das vor allen Dingen den Technologieaspekt beleuchte.

"Wir werden weltweit nur eine Chance haben, wenn wir immer eine Nasenlänge mit unserer Technologie, insbesondere vor den Chinesen, davonlaufen", meinte Herdan. Vorschläge Röttgens, mit Bürgschaften Offshore-Parks in der Anfangsphase ins Laufen zu bringen, fänden durchaus Zustimmung.

http://www.wind-energie.de/http://www.vdma.org/http://www.dewi.de/

Quelle: apn

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