Heimische Windkraft erzielt 1.000 MW Gesamtleistung
Gänserndorf, 21.07.2010
So viel Strom wie ein Atomreaktor, nämlich 1.000 Megawatt, erzeugen die österreichischen Windkraftwerke seit der Inbetriebnahme eines neuen Windrades in Maustrenk (Bezirk Gänserndorf) in Niederösterreich. 620 Windkraftwerke sind im ganzen Land in Betrieb und produzieren zusammen rund 2,1 Mrd. Kilowattstunden, mit denen 580.000 Haushalte versorgt werden können.
Man sei stolz, "trotz der Stop-and-go-Situation bei den rechtlichen Rahmenbedingungen in Österreich so weit gekommen" zu sein, sagte Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft, bei der Eröffnung der Anlage. Kritik erntete das geltende Ökostromgesetz - eine Reform sei noch in diesem Herbst notwendig. Das Gesetz sei nur sinnvoll, wenn ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stünden und die Tarife einen wirtschaftlichen Betrieb zuließen, so der niederösterreichische Energielandesrat Stephan Pernkopf (V): "Die aktuelle Deckelung der Mittel im Ökostromgesetz ist Bremsklotz für unsere Wirtschaft."
Bis 2015 ist in Österreich gesetzlich ein Ausbau der Windkraft um 700 Megawatt vorgesehen. In einem Nationalen Aktionsplan, der kürzlich an die EU gemeldet wurde, sei sogar der Ausbau um 1.570 Megawatt bis 2020 enthalten. Dafür müsse man jährlich 170 Megawatt zubauen, der Ökostromfördertopf reiche aber - unter der Voraussetzung, dass die Hälfte der Mittel für Windkraft verfügbar seien - nur für 80 Megawatt aus. "Ohne Anhebung des Ökostromdeckels sind diese Ziele unmöglich erreichbar", schloss Moidl.
Quelle: APA
