Siemens plant Windkraft-Joint Venture in Russland
München, 14.07.2010
Siemens will Kreisen zufolge mit zwei lokalen Partnern eine Gemeinschaftsfirma zum Bau von Windkraftanlagen in Russland gründen. "Das wird der nächste Vorvertrag für ein Milliardengeschäft", sagte eine mit den Plänen vertraute Person. Konzernchef Peter Löscher werde im Zuge der Reise mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die entsprechenden Vereinbarungen unterzeichnen.
Auch die "Financial Times" hat über das Vorhaben berichtet. Siemens wollte sich dazu nicht äußern.
Die Pläne sähen auch eine lokale Fertigung zumindest von Großkomponenten für herkömmliche Windkrafträder vor. Russland plant, bis 2020 Windanlagen mit einer Gesamtleistung von 5.000 Megawatt (MW) zu errichten, um seine Energiewirtschaft zu modernisieren. Die Ausgaben dafür werden 5 Mrd. Euro überschreiten. "Siemens will sich davon einen gehörigen Anteil abschneiden", sagte der Insider. Der Münchener Konzern investiert derzeit massiv in Russland und ist bereits mit mehreren Joint Ventures vor Ort aktiv. Erst am Dienstag wurde bekannt, dass der Konzern einen weiteren Zuggroßauftrag für die Lieferung von 240 Regionalzügen angebahnt hat.
Auch beim Bau von Atomkraftwerken will sich Siemens mit den Russen verbünden. Allerdings blockiert der bisherige französische Partner Areva die Pläne der Münchener für ein Joint Venture mit Rosatom.
Quelle: APA/ag
