Deutschland kürzt Solar-Förderungen
Berlin, 09.07.2010
Die Förderung der Solarenergie durch den Staat wird in Deutschland deutlich gekürzt. Nach dem Bundestag billigte am Freitag (9. Juli) auch der Bundesrat (Länderkammer) den zuvor im Vermittlungsausschuss gefundenen Kompromiss.
Es bleibt unter dem Strich bei der beschlossenen Senkung der Einspeisevergütung um 11 bis 16 Prozent, die jedoch in vollem Umfang erst drei Monate später kommt als von der Regierung vorgesehen. Die Bundesländer wollten die Absenkung auf 10 Prozent begrenzen.
Nach Ansicht der Regierung führt kein Weg an einer Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) mit niedrigeren Zuschüssen vorbei. Der Preis für Solaranlagen war zuletzt um rund 30 Prozent gesunken. Da die Förderung viel schwächer zurückging, war der Sonnenstrom über viele Jahre ein lohnendes Geschäft. Mehrere Bundesländer fürchten jetzt um Arbeitsplätze bei ihren Solarfirmen.
Wer in Deutschland eine Solaranlage auf ein Hausdach oder eine Freifläche baut, erhält eine sehr großzügige Vergütung für den Strom, den er ins Netz einspeist. Diese Vergütung ist für die nächsten 20 Jahre garantiert und wird über eine Umlage auf den Strompreis von allen deutschen Stromkunden getragen. Zur Zeit liegt sie zwischen 22,76 und 39,14 Cent pro Kilowattstunde.
Quelle: APA/dpa
