Erneuerbare als Jobmotor
Berlin/Wien, 07.06.2010
Mit einer entsprechenden Weichenstellung vonseiten der Politik könnten in den kommenden 20 Jahren mehr als 8,5 Millionen Jobs im Bereich Erneuerbare Energieerzeugung entstehen. Dies geht aus einer Studie von Greenpeace und dem European Renewable Energy Council (EREC) hervor, die am Montag (7. Juni) präsentiert worden ist. Der globale Markt für Erneuerbare soll bis 2030 von heute 100 auf mehr als 600 Mrd. Euro ansteigen.
Nehme man keine strategischen Änderungen in Richtung einer Energiewende vor, würden lediglich 2,4 Mio. neue Jobs im Bereich Erneuerbare geschaffen. "Würden diese Vorschläge umgesetzt, könnten Millionen neuer Arbeitsplätze geschaffen werden. Ein Chance die genützt werden sollte, denn bisher sind Green Jobs kaum mehr als leere Worthülsen", fordert Niklas Schinerl, Klima- und Energiesprecher von Greenpeace Österreich.
Als Schlüssel zur Einleitung der "Energy [R]evolution" sehen die Umweltschützer eine gerechte Verteilung der Investitionen im Rahmen eines internationalen Klimaschutzabkommens. Laut Studie könnten auch die CO2-Emissionen in Zukunft stark reduziert werden. Der Höhepunkt des Kohlendioxid-Ausstoßes wird für das Jahr 2015 erwartet, 2050 seien die CO2-Emissionen dann bereits um 80 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr 1990 reduziert. 2050 soll demnach Energie nur mehr aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden.
Um diese Ziele zu erreichen, sei aber die Politik gefordert. "Der Klimaschutz in Österreich scheitert bereits an bürokratischen Hürden, Klientelpolitik oder daran, dass sich Bund und Länder den schwarzen Peter zuschieben. Dabei sind die Chancen für neue Arbeitsplätze, Energieautonomie und Klimaschutz nur schwer zu übersehen. Wir bräuchten lediglich einen durchsetzungsfähigen Umweltminister, der die Zügel wieder in die Hand nimmt und diese Revolution endlich einläutet", so Schinerl.
Quelle: APA
