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Hohe Kosten dämpfen E-Mobilität

Wien, 18.05.2010

Grundsätzliches Interesse, aber noch zu wenig Informationen und hohe Kosten - so lässt sich das Ergebnis einer Umfrage von Roland Berger und TNS Infratest zur Elektromobilität aus Kundenperspektive zusammenfassen. In Österreich könnten sich mehr als ein Drittel der Führerscheinbesitzer vorstellen, ein E-Auto zu nützen - in Deutschland überlegen sogar 35 und in Frankreich 37 Prozent den Kauf eines solchen. Gleichzeitig fühlen sich 65 Prozent zu wenig über das Thema informiert.

Als Hauptproblem wertet die Berater von Roland Berger das Fehlen innovativer Geschäftsmodelle, um aus Interessenten auch Käufer zu machen. Hier stünden Preis-, Kauf- und Leasingmodelle im Vordergrund. Denkbar seien für die Berater auf die Kunden zugeschnittene Mobilitätspakete und -dienstleistungen. "Für den nachhaltigen Erfolg ist ein ausbalanciertes Anreizsystem des Staates zwischen Förderung von Unternehmen und der Unterstützung zum Kauf eines Elektrofahrzeuges maßgeblich", meint Roland-Berger-Energieexperte Alexander Kainer.

Das größte Manko der E-Mobilität sind und bleiben aber die Kosten. Selbst eine höhere Zahlungsbereitschaft der Kunden werde in den kommenden zehn Jahren nicht ausreichen, um die Mehrkosten für den elektrischen Antrieb, in vorderster Front die Batterie, abzudecken. Momentan läge der Aufpreis zwischen 10.000 und 15.000 Euro und werde auch 2015 noch immer zwischen 8.000 und 10.000 Euro betragen. Frühestens 2020 könnte die Differenz dann spürbar kleiner werden - die Experten rechnen hier mit einem Betrag unter 4.500 Euro. Aus diesem Grund plädieren die Berater für eine rasche industrielle Komponentenfertigung, staatliche Anreize seien aber auf jeden Fall unabdingbar.

Quelle: APA

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