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IEA senkt Prognose für Ölnachfrage

Paris, 12.05.2010

Die Internationale Energieagentur (IEA) erwartet einen langsameren Anstieg der Ölnachfrage und korrigiert ihre Prognosen nach unten. Im Jahresdurchschnitt rechnet die IEA 2010 nun mit einer Nachfrage von 86,4 Mio. Barrel pro Tag. Dies würde im Jahresvergleich einem Wachstum um 1,6 Mio. Barrel pro Tag (plus 1,9 Prozent) entsprechen, teilte die Organisation am 12. Mai in Paris mit.

Zuletzt war die IEA davon ausgegangen, dass die tägliche Nachfrage um 190.000 Barrel höher liegen wird. Hintergrund der nach unten korrigierten Schätzung sind nach Angaben der Energieagentur vor allem revidierte Basisdaten aus Ländern, die nicht zur OECD gehören. Zudem habe sich die Nachfrage in Asien und im Nahen Osten schwächer erwiesen als erwartet.

Die Talfahrt der Ölpreise Anfang Mai bezeichnete die IEA als die stärkste innerhalb von einer Woche seit rund eineinhalb Jahren. In diesem Zeitraum seien die Preise wegen der Schuldenkrise in der Eurozone um mehr als zehn Dollar (7,88 Euro) pro Barrel gefallen. Derzeit notieren die US-Ölpreise um die 75 Dollar je Barrel.

Weitreichende Konsequenzen könnte nach Einschätzung der IEA-Experten auch die Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko haben. Die Auswirkungen auf die aktuelle Produktion in der Region seien zwar gering, aber auf die Branche könnten in Zukunft wesentlich höhere Kosten zukommen, heißt es im neuen Ölmarktbericht. Hintergrund sei unter anderem die Diskussion über schärfe Sicherheitsauflagen und Einschränkungen für das Offshore Leasing.

Quelle: APA/dpa

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