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Tunesien setzt auf Ergas und Erneuerbare

Wien, 03.05.2010

Tunesien wird im Zuge seiner neuen Energiestrategie in den nächsten Jahre Erdgas und erneuerbare Energien forcieren. Bis 2016 werden zusätzlich über 1.300 MW für die Abdeckung des steigenden Energiebedarfs notwendig sein, schreibt die Außenwirtschaft Österreich (AWO) in einer Aussendung.

Der Maghreb-Staat decke bereits jetzt 40 Prozent seines Energiebedarfs mit Erdgas, bis 2014 werden laut Regierung 60 Prozent angepeilt. Dieser Wert soll vor allem durch die Entwicklung eigener Onshore- und Offshore-Förderstätten erreicht werden.

Als zweites Standbein werden die Erneuerbaren ausgebaut. Derzeit gibt es laut Regierungsangaben eine Fläche von rund 500.000 m2 an Solarkollektoren hauptsächlich zur Warmwasserbereitung. Solarenergie aber auch Windkraft sollen in Zukunft einen größeren Teil des Strombedarfs abdecken.

Effizienz steigern

Daneben will man auch bei der Energieeffizienz Fortschritte machen. Die französische Entwicklungsagentur AFD stellt über das Energieprogramm einen Kredit in der Höhe von 40 Mio. Euro für Effizienz-Projekte in Tunesien zur Verfügung, berichtet die AWO. Die tunesische Regierung habe mehrjährige Programme gestartet, die durch ein effizienteres Energiemanagement die Wettbewerbsfähigkeit lokaler Industrieunternehmen und gleichzeitig die Umweltbilanz Tunesiens verbessern sollen. 

Das Ziel von ALME ist laut AFD eine Unterstützung der Realisierung konkreter Projekte im Rahmen dieser Regierungsprogramme. Neben dem finanziellen Aspekt beinhalte ALME auch die Unterstützung und die technische Hilfe sowohl in der Vorbereitung als auch während der Durchführungsphase der Projekte. Diese Unterstützung werde über die tunesische Agentur für Energieeffizienz ANME abgewickelt.

Quelle: APA

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