Warnung vor schärferer EU-Wasser-Richtlinie
Brüssel, 28.04.2010
Österreichs E-Wirtschaft warnt vor zusätzlichen Einschränkungen für die Nutzung der Wasserkraft. "Wegen der ständig wachsenden Bedeutung der österreichischen Wasserkraft für Klimaschutz und die Sicherheit der Stromversorgung in Österreich und in den Nachbarländern darf es zu keinen Verschärfungen der Wasserrahmenrichtlinie kommen."
Das betonte der Präsident des Verbands der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ), Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber, anlässlich eines Informationsbesuchs in Brüssel. Bei der kommenden Revision der Wasserrahmenrichtlinie müsse auf die Bedeutung der österreichischen Wasserkraft für die Entwicklung einer klimafreundlichen und sicheren Stromversorgung Rücksicht genommen werden, verlangte Anzengruber laut einer Aussendung des VEÖ. Es dürfe nicht geschehen, dass die Ausnahmestellung des Wasserkraftlandes Österreich nicht berücksichtigt werde.
Österreich sei der Wasserkraft-"Speicherriese" der EU: Während die installierte Kraftwerksleistung Österreichs nur 2,5 Prozent der europäischen betrage, verfüge unser Land über 11 Prozent der Wasserkraft Europas und 17 Prozent der Speicherkapazität Europas.
Quelle: APA
