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OÖ Windkraftausbau für sauberen Strom und Jobs

Linz, 19.04.2010

Die Windkraftnutzung soll in Oberösterreich ausgebaut werden. Das wünscht sich Umweltlandesrat Rudi Anschober (G): Er verspricht sich davon nicht nur saubere Energie, sondern auch Chancen für die Wirtschaft des Bundeslandes und neue Jobs. Seine Vorstellungen hat er am Montag (19. April) bei einer Pressekonferenz mit Stefan Moidl von der IG Wind in Linz präsentiert.

Oberösterreich hinke bei der Windkraft - im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energieformen - europaweit hinterher, so Anschober. Mit 23 Anlagen (NÖ: 345) liege es derzeit unter seinen Möglichkeiten. 2009 sei beispielsweise kein einziges Windrad errichtet worden. Im Gegensatz dazu ist die Wirtschaft des Bundeslandes offenbar bereits auf den Zug aufgesprungen: 30 Firmen seien in der Branche tätig, der Jahresumsatz der oberösterreichischen Zulieferer liege bei 200 Mio. Euro, 450 Arbeitsplätze seien dadurch gesichert, rechnete Moidl vor.

Anschober will daher zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und den Ausbau der Windkraft forcieren. Die Errichtung eines Windrades mit zwei Megawatt Leistung bringe oberösterreichischen Firmen ein Auftragsvolumen von 800.000 Euro, während der rund 20-jährigen Lebensdauer würden noch weitere 1,8 Mio. Euro dazukommen, so Moidl. Wenn jeder Bezirk einen Windpark hätte, könnten insgesamt bis zu zehn Prozent des Stromverbrauchs in Oberösterreich gedeckt werden, schätzt er.

Derzeit wird in Oberösterreich der Bau von zehn Windparks mit insgesamt 50 Anlagen und einem Investitionsvolumen von 200 Mio. Euro geprüft. Sie sollen der oberösterreichischen Wirtschaft laut IG Windkraft Aufträge in der Höhe von 50 Mio. Euro bescheren. 625 Jahresarbeitsplätze beim Bau und 125 dauerhafte Jobs für den Betrieb wären demnach im Bundesland zu erwarten.

Das Ökostromgesetz sieht ein Plus von 700 MW - das entspricht 250 bis 300 Anlagen - bis 2015 bundesweit vor. Da sich Niederösterreich bereits 500 MW und der Wind-Musterschüler Burgenland 200 MW vorgenommen hätten, sei das Rennen um die Fördertarife des Bundes bereits eröffnet, mahnte Anschober zur Eile. Er will nun einen Masterplan erstellen lassen, um Projekte rascher umsetzen zu können. Statt der bisher üblichen Tabuzonen soll es Positivausweisungen von potenziellen Standorten geben. Zehn bis 15 Prozent der Landesfläche dürften für die Errichtung von Windkraftanlagen geeignet sein, erwartet er.

Quelle: APA

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