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Gasbranche kritisiert CO2-Steuer hart

Wien, 19.03.2010

Auch der Fachverband Gas Wärme wehrt sich vehement gegen die geplante CO2-Steuer und argumentiert ebenfalls mit den Mehrkosten, die auf Gaskunden zukämen. Würde man Gas mit 30 Euro je Tonne Kohlendioxid besteuern, würde das einen Kubikmeter Gas nicht, wie von Umweltminister Nikolaus Berlakovich (V) angekündigt, um 6 Cent verteuern, sondern um 7,2 Cent, da auch noch die Umsatzsteuer aufgeschlagen werde.

Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 15.000 Kilowattstunden (kWh) müsste somit knapp 100 Euro im Jahr mehr für Gas ausgeben - bei bisherigen Gesamtkosten von 900 Euro. Durch die CO2-Steuer würde die Gesamtsteuer- und Abgabenbelastung des Gaspreises von rund 30 auf 36 Prozent steigen, so der Fachverband in einer Aussendung. "Die CO2-Steuer dient nur dem breiten Abkassieren zur Sanierung des Budgets und bringt dem Klimaschutz nichts", so Obmann Helmut Miksits. Man wisse aus Erfahrung, dass höhere Preise den Gasverbrauch nicht drücken. Um ökologische Lenkungseffekte zu erzielen, müssten die Zusatzeinnahmen zweckgebunden für energieeffizienzsteigernde Maßnahmen, etwa neue Heizkessel, verwendet werden. Der Fachverband forderte außerdem, nicht nur den CO2-Ausstoß, sondern auch andere Schadstoffe wie Stickoxide oder Feinstaub zu berücksichtigen.

Nach einer Schätzung der Arbeiterkammer (AK) würden Gaskunden bei Einführung der CO2-Steuer sogar mit 130 bis 140 Euro im Jahr zusätzlich belastet, Stromkunden mit 20 bis 40 Euro je Haushalt. Bei einem Steuersatz von 30 Euro je Tonne Kohlendioxid drohen einem durchschnittlichen Haushalt somit jährlich Mehrkosten von 150 bis 180 Euro.

Quelle: APA

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