Region Almenland will bis 2010 CO2-neutral werden
Graz, 12.03.2010
Die oststeirische Region Naturpark Almenland will mit einem Vier Säulen-Modell einerseits CO2-Neutrale Wärmeversorgung schaffen und andererseits die erste "Slow Region" der Welt werden, letztere auf Basis der 1999 in der italienischen Stadt Orvieto gefassten Grundsätze für "Slow Cities". Erreicht werden soll dies mit Hilfe des oststeirischen Biomasseheizungen-Herstellers KWB.
Präsentiert wurde das Projekt beim Almenlandfest auf der Teichalm in Anwesenheit von Umweltminister Nikolaus Berlakovich (V). Dabei wurde auch der Energie-Partnerschaftsvertrag der Region Almenland mit KWB unterzeichnet.
Das Almenland rund 40 Kilometer nordöstlich von Graz umfasst zwölf Gemeinden, hat 12.171 Einwohner und ist das größte zusammenhängende Almweidegebiet Europas mit dem Zentrum Teichalm. Jeden Sommer weiden hier knapp 4.000 Almochsen. Die Region wurde als "steirische Genussregion" definiert, mit den Produkten vom Almochsen (Marke "Almo") als Kern. In Weiterentwicklung der Naturpark soll nun bis 2020 eine CO2-neutrale Region werden.
Das dazu geschaffene Vier Säulen-Modell umfasst Energieberatung für Biomasseheizungen, Umsetzungsprojekte für die Mitgliedsbetriebe des Vereins Almenlandwirtschaft, die Einrichtung eines Biomassehofs mit eigener Pelletsorganisation und Pelletsproduzenten sowie Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung über die Regionalentwicklungsgesellschaft.
Als Umsetzungszeitraum ist die LEADER-Periode bis 2013 geplant. Schwerpunkte der Region waren bisher schon der sanfte Qualitätstourismus - u.a. mit dem Almenland-Hotel Pierer auf der Teichalm - einem beliebten regionalen Skigebiet im Winter und Wandergebiet in der warmen Jahreszeit - sowie regional gewachsenen Lebensmitteln.
Quelle: APA
