Weitere Windkraftoffensive im Burgenland
Eisenstadt, 11.03.2010
In Eisenstadt hat am Mittwochnachmittag (10. März) der burgenländische Raumplanungsbeirat grünes Licht für einen weiteren Ausbau der Windkraft gegeben. Bei der Sitzung im Landhaus wurde ein aktualisiertes Rahmenkonzept beschlossen. Dieses ermögliche bis zu 200 neue Windkraftanlagen.
"Damit stellen wir die Weichen für eine weitere Windkraftoffensive im Burgenland. Das bedeutet Gesamtinvestitionen von rund einer Milliarde Euro", erklärte der Beiratsvorsitzende, Landeshauptmann Hans Niessl (S), in einer Aussendung.
Für etwa 160 geplante Anlagen könnte bereits bei der nächsten Sitzung des Gremiums im April die Flächenumwidmung erfolgen, hieß es auf APA-Anfrage aus dem Büro des Landeshauptmannes. In den Gemeinden Andau, Halbturn, Mönchhof, Nickelsdorf, Gattendorf, Pama und Zurndorf (alle Bezirk Neusiedl am See) sowie Zagersdorf (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) und Baumgarten (Bezirk Mattersburg) wurden die Eignungszonen für Windkraftanlagen erweitert. Damit sei ein Ausbau der Gesamtnennleistung von derzeit 400 MW auf 1.000 MW möglich.
Das entspreche der Leistung von drei Donaukraftwerken der Größe Wien-Freudenau. "Mit diesem Ausbauschub können wir das Burgenland zur stromautarken Region machen", so Niessl. Zudem bleibe Wertschöpfung im Land. Arbeitsplätze würden geschaffen, die einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisteten.
Mit der Aktualisierung des "Regionalen Rahmenkonzeptes für Windenergieanlagen im Nordburgenland und im Zentralraum Eisenstadt/Mattersburg" wurde das Österreichische Institut für Raumplanung (ÖIR) beauftragt. Im Auftrag der Burgenländischen Landesregierung hatte auch BirdLife eine Studie zur Beurteilung der Ausbaumaßnahmen erarbeitet.
Quelle: APA
