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Deutsche Solarbranche kritisiert Vergütungskürzung

Bad Staffelstein, 03.03.2010

Die deutsche Solarstrombranche hat die am Mittwoch beschlossene Kürzung der Einspeisevergütung heftig kritisiert. Die Industrievertreter bemängelten auf ihrem jährlichen Treffen im Kloster Banz bei Bad Staffelstein vor allem die "kurzfristigen Entscheidungen" der Politik.

Das Bundeskabinett hatte unmittelbar zuvor Koalitionspläne gebilligt, wonach die von den Verbrauchern über den Strompreis zu zahlende Vergütung für neue Solardächer vom 1. Juli an um weitere 16 Prozent abgeschmolzen wird. Damit verringert sich die Förderung im Vergleich zu 2009 um insgesamt 25 Prozent auf 33 Cent pro Kilowattstunde. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) kündigte überraschend Widerstand an.

"Jetzt kurz vor dem Durchbruch lassen wir die Industrie fallen", kritisierte der Präsident des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW), Günther Cramer. Gerade einmal drei Monate werde es dauern, bis die an der Börse gehandelten Unternehmen zusammenbrechen könnten. Denn in China schaffe die Politik ganz andere Produktionsbedingungen, dank derer asiatische Hersteller bald den deutschen Solarstrommarkt beherrschen würden. Laut Cramer stehen in Deutschland allein bei etwa 20 größeren Unternehmen, die Solarmodule produzieren, etwa 20 000 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

[Tagung]: Kloster Banz, Bad Staffelstein dpa fm/eri yybyf n1 db

031619 Mrz 10

Quelle: APA/dpa

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