Dena für völlig neue Neuausrichtung des EEG
Berlin, 22.01.2010
Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) fordert eine grundlegende Neuausrichtung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Das EEG sei sehr gut geeignet gewesen, der Nutzung erneuerbarer Energien einen Startschub zu geben, sagte Dena-Chef Stephan Kohler der "Berliner Zeitung" (Freitagausgabe). Es habe jedoch ein schnelles Auf und Ab der Preise nicht verhindert und auch nicht dafür gesorgt, die Kosten für die Verbraucher zu begrenzen.
Im Zuge der Pläne für eine Kürzung der Solarförderung "sollten wir über eine grundsätzliche Neuausrichtung des Gesetzes nachdenken", sagte Kohler. Mit der Photovoltaik bekomme eine Technik den größten Teil des Geldes, die bisher weniger als ein Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms erzeuge. "Wind und Bioenergie, Kraft-Wärme-Kopplung und Effizienzmaßnahmen sowieso sind viel billiger und vermutlich mittelfristig wichtiger, erhalten aber wesentlich weniger Förderung", sagte der Dena-Chef. Hier gebe es Nachbesserungsbedarf. Er halte es für verkraftbar, die Förderung von Solaranlagen um weitere 15 Prozent unter die von der Bundesregierung ohnehin geplante Senkung zu drosseln. "Es ist ein sehr harter Einschnitt, aber gerechtfertigt, weil die Preise für Solarmodule ebenfalls sehr kräftig gefallen sind."
Die Dena ist eine Tochter von Wirtschafts- und Umweltministerium, an der auch Banken beteiligt sind. Sie berät sowohl Regierung als auch Unternehmen und Endverbraucher.
Quelle: APA/ag
