Deutsche Solarförderung vor Kürzung im April
Berlin, 15.01.2010
Deutschland will die umstrittene Förderung von Solarstrom ab April nach Angaben aus Branchen- und Regierungskreisen deutlich einschränken. Schon ab April soll die Förderung für Neuanlagen auf Dächern und Freiflächen einmalig um 16 bis 17 Prozent gekürzt werden, sagten mit den Planungen Vertraute gegenüber Reuters.
Ab 2011 sollten zudem die im bereits bestehenden Erneuerbaren Energien-Gesetz (EEG) festgelegten Kürzungen je nach Zubau von neuen Anlagen verschärft werden. Sind innerhalb eines Jahres mehr als 3.000 Megawatt neu installiert worden, wird die Kürzung noch einmal um 2,5 Prozentpunkte erhöht. Bei mehr als 3.500 Megawatt sollen es fünf Prozentpunkte sein.
Die Kürzungen sollen unabhängig von ihrer Größe für alle Dachanlagen und auch auf Freiflächen gelten. Um den Bau von Solaranlagen auf reinen Agrarflächen aber zu begrenzen, sollten die Kürzungen hier noch höher ausfallen. Den Angaben zufolge will das Umweltministerium in Deutschland die entsprechenden Vorschläge zu einer Erneuerung des Erneuerbaren Energien-Gesetzes (EEG) noch im Februar im Kabinett vorstellen.
Eine Sprecherin des Umweltministeriums erklärte, es sei noch keine Entscheidung getroffen worden. "Das ist für die nächste Woche geplant. Vorher werden dazu auch noch Gespräche geführt."
Quelle: APA/ag
