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Bulgarien prüft Genehmigungsstopp für Windkraft

Sofia, 23.12.2009

Bulgarien könnte alle Windkraft-Projekte, die sich in der Anfangsphase befinden, für sechs Monate auf Eis legen, teilte Umweltministerin Nona Karadschowa mit. Es gebe einen Berg von Bauanträgen für Wind- und Sonnenkraftanlagen in Naturschutzgebieten. Die EU habe bereits ein Verfahren gegen Bulgarien wegen der Errichtung von Windkraftanlagen im EU-Naturschutzgebiet "Natura 2000" nahe Kaliakra an der Schwarzmeerküste Bulgariens eingeleitet, berichtete die Tageszeitung "Dnevnik".

In dieser Region rund um Kavarna an der Schwarzmeerküste zwischen Varna und der rumänischen Grenze sind einige österreichische Windkraftbetreiber engagiert, darunter etwa Aquavento oder evn-Naturkraft.

Bulgariens Energieminister Trajtscho Trajkow beschreibt die Lage bei den Ökostromprojekten folgendermaßen: "Momentan drängeln alle wie in einem Bus, in dem Kontrolleure zugestiegen sind und alle wollen nun beim Busfahrer eine Fahrkarte kaufen, um nicht bestraft zu werden." Trajkow glaubt, dass das Moratorium über diese Projekte solange halten wird, bis die neue Ökostrom-Novelle von der EU-Kommission genehmigt wird. Dies soll bis Mitte 2010 erfolgen.

Gegenüber "Dnevnik" erläuterte der stellvertretende Landwirtschaftsminister Georgi Kostow, dass die meisten Anträge in seiner Behörde für Wasserkraftanlagen gestellt würden. Er forderte das Wirtschafts- und Umweltministerium auf, gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium die Vorgehensweise bei den Ökostromprojekten in Einklang zu bringen.

Quelle: APA

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