AK kritisiert Biogasanlagen-Förderung
Wien, 17.12.2009
"Es ist keine zukunftsweisende Klimapolitik, wenn von Konsumenten finanzierte Fördergelder in unrentable Biogasanlagen verschleudert werden, die größtenteils Nahrungsmittel verbrennen. Bauernförderung soll weiterhin durch Argrarmittel erfolgen und nicht unter dem Deckmäntelchen des Klimaschutzes", kritisiert die Arbeiterkammer (AK). Außerdem würden kleine Biogasanlagen kaum Arbeitsplätze schaffen und bei der Ökobilanz schlecht abschneiden.
"Mit dem von Biogasbetreibern gewünschten Preis von 19,5 Cent pro Kilowattstunde bekommen die Betreiber selbst auf Basis der vorsichtigsten Gutachten einen Mehrgewinn von rund 1,7 Millionen Euro über die Anlagenlaufzeit gesichert. Die AK geht sogar von Überförderungen von mehr als zwei Millionen Euro aus - das geht auf Kosten der Konsumenten und des gesamten Ökostromausbaus", hieß es von der Kammer in einer Aussendung.
Auch bei der Ökobilanz würden die Biogasanlagen schlecht abschneiden. "Nicht nur, dass oft ozonschädigende Methangase freigesetzt werden, sind sie auch eine der teuersten Formen, um CO2 zu vermeiden: Eine Tonne CO2 durch Biogas zu vermeiden, kostet 270 Euro, bei Windkraft nur 60 Euro", so die Kammer.
Quelle: APA
