Oststeiermark will Energieverbrauch halbieren
Graz, 27.11.2009
Auf eigene Faust setzt sich die Region Oststeiermark ein ehrgeiziges Klimaschutzziel: Bis 2020 soll der Energieverbrauch um die Hälfte gesenkt werden, als Zwischenziel gilt es, 2015 energieautark zu sein. Wie der Initiator der Solidarregion Weiz, Fery Berger, am Freitag (27. November) am Rande der Gründung der Großregion Weiz-Hartberg-Fürstenfeld in Gleisdorf sagte, soll bei einem regionalen Klimagipfel 2010 der Handlungsrahmen abgesteckt werden.
Berger zeigte sich zuversichtlich, das ambitionierte Ziel zu erreichen, das aus Beratungen mit den renommierten Energie- und Klimaexperten Stefan Schleicher und Helga Kromp-Kolb hervorgegangen sei: "Wir haben in der Region bereits einen hohen Level erreicht und über die Solidarregion schaffen wir es, die Menschen zusammenzubringen". Es gebe bereits gute Beispiele wie die KWB Biomasseheizungen im Anlagenbau, den Braintrust "ARGE Erneuerbare Energie" (gegr. 1988) sowie erfolgreiche kommunale Initiativen auf der ökologischen und zahlreiche Projekte auf der solidarisch-sozialen Seite. So sei die Region österreichweit die erste, die ein eigenes Budget für Entwicklungszusammenarbeit bereitstellt.
"Die Zeit der Ankündigungen und vagen Zusagen ist vorbei", erklärte Berger, der das Scheitern auf internationaler und nationaler Ebene als Handlungsauftrag für die Basis interpretiert. Beim regionalen Klimagipfel 2010 sollen dann konkrete Beschlüsse und Selbstverpflichtungen gefasst werden. Weiters wurde die Resolution "100 Prozent eigene Energie für Österreich" an die Bundesregierung unterstützt. Mit ihr wird ein 10-Mrd.-Euro-Förderprogramm gefordert, das 2010-2015 rund 39 Mrd. Euro an Wirtschaftsleistung und 3,5 Mrd. Euro an steuerlichen Mehreinnahmen auslösen soll.
SERVICE: Weitere Infos online unter http://www.solidarregion.at
Quelle: APA
