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Greenpeace: Milliarden für Ökostrom-Ausbau nötig

Berlin, 20.11.2009

Wird der Ausbau von Ökostrom in Europa ernst genommen, verlangt das erhebliche Investitionen in die Stromnetze. Das meint man bei Greenpeace Deutschland und beruft sich auf eine eigene Studie. Für die Modernisierung des euorpäischen Netzes müssten demnach bis 2050 rund 209 Mrd. Euro aufgebracht werden, heißt es in einer am 20. November vorgestellten Studie im Auftrag der Umweltschutzorganisation.

Das seien jährlich etwa 5 Milliarden Euro. Umgelegt auf den Strompreis bedeute dies Mehrkosten von 0,15 Cent pro Kilowattstunde, also weniger als ein Prozent. Für Deutschland entstünden Kosten von rund 41 Milliarden beziehungsweise einer Milliarde Euro jährlich.

Beim konsequenten Ausbau von Ökostrom aus Windanlagen, Photovoltaik und anderen erneuerbaren Quellen müssten EU-weit und zwischen Europa und Afrika jeweils 6.000 Kilometer Leitungen neu gelegt werden, erläuterte Sven Teske von Greenpeace. Daneben seien 10.000 Kilometer veraltete Kabel technisch aufzurüsten.

Neue "intelligente Netze" werden als erforderlich angesehen, um eine wirkungsvolle Steuerung des zum Teil schwankenden Angebots erneuerbarer Energiequellen sicherzustellen. Ihr Anteil an der Stromversorgung soll bis 2050 auf 90 Prozent steigen. "Die Lüge von der angeblichen Stromlücke ist nun endgültig widerlegt." Bis 2020 will die Ökoenergiebranche ihren Stromanteil von jetzt 15 Prozent auf 45 bis 50 Prozent erhöhen.

Quelle: APA/dpa

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