TU Graz initiiert Netzwerk für nachhaltige Energie
Graz, 18.11.2009
Noch im Dezember entscheidet das "European Institute of Innovation and Technology" (EIT) der Europäischen Kommission, ob die Technischen Universität Graz die Koordination eines Europazentrums für nachhaltige Energie zugesprochen bekommt. Im Rahmen der Vorarbeiten zum Großprojekt ist ein europaweites Netzwerk entstanden, das bereits morgen, Donnerstag (19. November), offiziell unter dem Namen "European Sustainable Energy Innovation Alliance" (ESEIA) begründet wird.
Ziel von ESEIA ist die Erstellung von Innovationsprogrammen für nachhaltige Technologien, die Arbeit in interdisziplinären Expertenrunden und die Ausarbeitung von Ausbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen. Fällt das EIT der Europäischen Kommission zu Jahresende eine entsprechende Entscheidung, soll ESEIA künftig als strategischer Partner in das Großprojekt "eCANDO" eingebunden sein, teilte die TU Graz am Mittwoch mit.
Projektlaufzeit: 15 Jahre
Unter dem Titel "eCANDO" bewirbt sich die Technische Universität (TU) Graz als Koordinatorin gemeinsam mit europäischen Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft um eine "Knowledge and Innovation Community" (KIC) zum Thema nachhaltige Energie. Das Großprojekt, das Universitäten, Forschungseinrichtungen und politische Entscheidungsträger zu einem Innovations-Cluster im Bereich der nachhaltigen Energie verbinden soll, ist auf 15 Jahre anberaumt. Die Einrichtung ist mit Hauptsitz in Graz und Zweigstellen zunächst in Hamburg, Twente und Trento geplant. Neben sechs europäischen strategischen Hauptpartnern, die wiederum Cluster von Unternehmen und wissenschaftlichen Partnern mitnehmen würden, seien insgesamt 262 Partner beteiligt, davon über 30 österreichische Unternehmen.
Insgesamt 70 Innovationspartner aus 23 Staaten sind nun im ESEIA-Netzwerk mit an Bord. Besonderer Wert wurde auf die Vielfalt verschiedener Disziplinen gelegt: Neben Ingenieuren sind Politikwissenschafter und Business Schools genauso vertreten wie Hersteller großer Windräder. "Will man erfolgreich etwas bewegen, muss das vorhandene Wissen über neue Energietechnologien und -konzepte gebündelt, erweitert, gelenkt und ein unternehmerischer Zugang zum Thema Nachhaltigkeit gefördert werden", erklärt Hans Sünkel, Rektor der TU Graz, der für die Präsidentschaft von ESEIA nominiert ist.
Service: Details zum Grazer EIT-Antrag online unter http://www.tugraz-eit.eu sowie http://www.eit-energy-kic-proposal.eu
Quelle: APA
