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Klima: Österreich mit geringerer Reduktion bis 2020

Wien, 18.11.2009

Österreich muss laut einer Berechnung des Umweltberatungsunternehmens denkstatt für sein EU-Klimaziel bis 2020 unterm Strich deutlich weniger CO2 einsparen als unter dem Kyoto-Protokoll. Wie die Grüne Umweltsprecherin Christiane Brunner in Bezug auf die Untersuchung zur APA sagte, muss Österreich bis 2020 nur um drei bis fünf Prozent weniger einsparen als 1990.

Die Kalkulation von denkstatt lautet folgendermaßen: Österreich hatte 1990 rund 79 Mio. Tonnen CO2 emittiert. 2005 waren es knapp 92 Mio. Tonnen. Um die sogenannten 20-20-20-Ziele der EU zu erreichen, müssen die Treibhausgase in jenem Bereich, der nicht dem Emissionszertifikate-Handel (ETS) unterliegt, bis 2020 um 21 Prozent gesenkt werden. Im ETS-Bereich müsse gegenüber dem Basisjahr 2005 um 16 Prozent reduziert werden.

Im ETS-Bereich wurden laut denkstatt und den Grünen 2005 knapp 32 Mio. Tonnen CO2 ausgestoßen. Um das 21-Prozent-Ziel zu erreichen, dürften es demnach im Jahr 2020 nur mehr 25,3 Mio. Tonnen sein. Im Nicht-ETS-Sektor wurden 2005 nach Schätzung von denkstatt 60 Mio. Tonnen emittiert, abzüglich der 16 Prozent müssten 2020 dann 50,4 Mio. Tonnen herauskommen. Bis 2020 würde dies einen Gesamtausstoß von 75,7 Mio. Tonnen bedeuten.

Vergleicht man diese 75,7 Tonnen mit den 79 Tonnen, die 1990 in die Luft geblasen wurden, bleibt für den 30-jährigen Zeitraum ein Minus von etwa 4,2 Prozent. Aufgrund von Unsicherheiten bei der Berechnung gehen die Grünen nun von einer Reduktionsbandbreite von drei bis fünf Prozent aus. "Ambitionierte Klimaziele sehen anders aus", meinte Brunner.

Quelle: APA

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