Kleinwasserkraft

Informationen zum Ablauf der Tarifförderung von Wasserkraftanlagen

Allgemeines

Die Förderung von Kleinwasserkraftanlagen mittels Einspeisetarif gilt für Neuanlagen oder Revitalisierungen mit einer Engapssleistung von bis zu 2 MW. Pro Jahr steht für die Tarifförderung von Kleinwasserkraftanlagen ein Budget von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Höhe der Einspeisetarife wird jährlich per Verordnung geregelt.
Der Ablauf der Förderung umfasst folgende Schritte:

  • Einholen der notwendigen Genehmigungen und eines gültigen Einspeisezählpunktes
  • Antragstellung bei der OeMAG

    • Bitte beachten Sie bei der Antragstellung für eine Revitalisierung die elektrische Engpassleistung nach der Revitalisierung (künftige Engpassleistung) im Förderantrag anzuführen!

  • Zuweisung des frei verfügbaren Förderkontingents
  • Förderzusage in Form des Vertrages über die Abnahme und Vergütung von Ökostrom
  • Bau und Inbetriebnahme der Anlage innerhalb von 36 Monaten ab Unterzeichnungsdatum der OeMAG-Vorstände
  • Meldung der Inbetriebnahme durch den Netzbetreiber an die OeMAG
  • Tariflaufzeit 13 Jahre ab Inbetriebnahme der Anlage

Revitalisierung

Für die Revitalisierung einer Kleinwasserkraftanlage mit einer Engpassleistung von bis zu 2 MW kann eine Förderung mittels Einspeisetarife beantragt werden.
Bei einer Revitalisierung einer Kleinwasserkraftanlage handelt es sich um Investitionen in die Anlage, die zu einer Erhöhung der Engpassleistung oder des Regelarbeitsvermögens um mindestens 15% führen. Gem. § 5 (1) Z 26a ÖSG 2012 ist eine Revitalisierung immer dann gegeben, wenn mindestens zwei der wesentlichen Anlagenteile, wie Turbine, Wasserfassung, Druckleitung, Triebwasserkanal, Krafthaus oder Staumauer bzw. Wehranlagen, welche vor Baubeginn bereits bestanden haben, weiter verwendet werden. 

Bitte beachten Sie, dass bei einer geplanten Steigerung der Engpassleistung gegebenenfalls bereits vor Antragstellung eine Berichtigung des Bescheids über die Anerkennung als Ökostromanlage bezüglich der geplanten Leistungsdaten erfolgen muss und der Förderantrag unter Berücksichtigung der zukünftigen Engpassleistung nach Revitalisierung einzubringen ist.

Für die Beantragung müssen folgende Schritte beachtet werden:

  • Antragstellung bei der OeMAG (inkl. sämtlicher Genehmigungsbescheide)
  • Übermittlung eines technischen Berichtes, welcher die geplanten Maßnahmen erläutert
  • Prüfung des technischen Berichts durch OeMAG
  • Zuweisung des frei verfügbaren Förderkontingents
  • Förderzusage in Form des Vertrages über die Abnahme und Vergütung von Ökostrom
  • Bau und Inbetriebnahme der Revitalisierung innerhalb von 36 Monaten ab Vertragsunterzeichnungsdatum der OeMAG-Vorstände
  • Meldung der Revitalisierung durch den Netzbetreiber an die OeMAG
  • Übermittlung eines ziviltechnischen Gutachtens an die OeMAG
  • Tariflaufzeit 13 Jahre ab Inbetriebnahme der Anlage

Vergütung des eingespeisten Stroms

Nach erfolgreicher Inbetriebnahmemeldung der Neuanlage/der Revitalisierung durch den Netzbetreiber kann die Abrechnung in unserer Datenbank gestartet werden. Die monatlichen Zahlungen werden jeweils am Ende des Folgemonats durchgeführt. Bei jährlich abgelesenen Anlagen erfolgt einmal im Jahr eine Abrechnung über die tatsächlich eingespeisten Mengen. Die Einspeisemengen werden der OeMAG durch den Netzbetreiber übermittelt.

Nach Ablauf der Förderlaufzeit ist eine Abnahme des Ökostroms durch die OeMAG zum Marktpreis möglich.

Die Förderabwicklung erfolgt auf Basis der Allgemeinen Bedingungen der Ökostromabwicklungsstelle (AB-ÖKO).