Biogas- und Biomasseanlagen

Neu! Online-Eingabe für Rohstoffbilanz und Betriebskosten (Biogas/flüssige Biomasse - Verträge vor 20.10.2009)

Hier finden Sie die neue Online-Eingabe für die Rohstoffbilanz und die Betriebskosten Ihrer Biogasanlage oder Ihrer Ökostromanlage auf Basis flüssiger Biomasse (betrifft nur Förderverträge vor dem 20.10.2009):

Allgemeines

Das Ökostromgesetz 2012 sieht auch für Ökostromanlagen auf Basis von Biomasse oder Biogas eine Förderung mittels festgelegten Einspeisetarifen vor. Die zurzeit gültigen Einspeisetarife finden Sie in der aktuellen Ökostrom-Einspeisetarifverordnung.

Gemäß § 4 (4) Z 3 ÖSG 2012 wurde für den Bereich Biomasse und Biogas ein mengenmäßiges Ausbauziel für den Zeitraum 2010 bis 2020 in Höhe von 200 MW festgelegt.

Für Ökostromanlagen auf Basis von fester und flüssiger Biomasse sowie Biogas steht gemäß § 23 (3) Z 2 ÖSG 2012 als jährliches Unterstützungsvolumen ein Betrag von 10 Mio. Euro zur Verfügung. Davon sind 3 Mio. Euro für Ökostromanlagen auf Basis fester Biomasse mit einer elektrischen Engpassleistung bis 500 kW vorgesehen.

Gemäß § 16 (1) Z 1 ÖSG 2012 beträgt die Dauer der allgemeinen Kontrahierungspflicht der OeMAG für Ökostromanlagen auf Basis von fester und flüssiger Biomasse oder Biogas 15 Jahre.

Für Anlagen, die zumindest teilweise auf Basis von Biomasse oder von Biogas betrieben werden, besteht seitens der OeMAG keine Kontrahierungspflicht gemäß § 12 ÖSG 2012, sofern sie keinen Brennstoffnutzungsgrad bzw. gesamtenergetischen Nutzungsgrad von mindestens 60% erreichen oder keinen dem Stand der Technik entsprechenden Wärmezähler für die Zwecke der Messung der genutzten Wärme installieren.

Der Brennstoffnutzungsgrad ist die Summe aus Stromerzeugung und genutzter Wärmeerzeugung, geteilt durch den Energieinhalt der eingesetzten Energieträger bezogen auf ein Kalenderjahr.

Informationen zur Förderabwicklung

Der Ablauf der Förderung umfasst folgende Schritte:

  • Einholen der notwendigen Genehmigungen und eines gültigen Einspeisezählpunktes
  • Wärmenutzungskonzept inkl. Berechnung des Brennstoffnutzungsgrades bzw. Effizienzkriteriums
  • Antragstellung bei der OeMAG
  • Zuweisung des frei verfügbaren Förderkontingents
  • Förderzusage in Form des Vertrages über die Abnahme und Vergütung von Ökostrom
  • Bau und Inbetriebnahme der Anlage innerhalb von 36 Monaten ab Unterzeichnungsdatum der OeMAG-Vorstände
  • Meldung der Inbetriebnahme durch den Netzbetreiber an die OeMAG
  • Tariflaufzeit 15 Jahre ab Kontrahierung mit der OeMAG (Beginn der Abnahme von Ökostrom durch die OeMAG gemäß § 12 ÖSG 2012)

Betreiber von rohstoffgeführten Anlagen haben die zum Einsatz gelangenden Brennstoffe laufend zu dokumentieren und einmal jährlich die Zusammensetzung der zum Einsatz gelangten Primärenergieträger nachzuweisen.

Die Erreichung des Brennstoffnutzungsgrades ist der Ökostromabwicklungsstelle durch ein Konzept vor Inbetriebnahme der Anlage zu belegen sowie bis spätestens März des Folgejahres für jedes abgeschlossene Kalenderjahr nachzuweisen.

Ab sofort steht Ihnen auch eine eigene Kontaktadresse für sämtliche Anfragen bezüglich rohstoffabhängiger Anlagen zur Verfügung: bioenergie@oem-ag.at

Die neue E-Mailadresse soll als direkter Kontakt für Anfragen bezüglich Förderoptionen, Fragen zu bestehenden Verträgen und der elektronischen Übermittlung förderrelevanter Dokumente dienen. Gleichzeitig sollen auch allgemeine Aussendungen zum Thema Bioenergie zukünftig über diese Adresse erfolgen.

Biomethan und Ökostromförderung

Für Betreiber von Anlagen, die zur Erzeugung von Ökostrom Gas aus dem Gasnetz beziehen, welches an anderer Stelle in das Gasnetz als Gas aus Biomasse eingespeist wurde, ist ebenfalls eine Ökostromförderung möglich.

Beim Einsatz von Biomethan in Verbindung mit der Ökostromförderung bedarf sowohl die Biogasverstromungsanlage als auch die Biogaserzeugungsanlage einer Anerkennung als Ökostromanlage. Beide Anlagen müssen sich auch beim Biomethanregister anmelden.

Hier finden Sie einen Leitfaden (Ökostromförderung und Biomethan).

LINK: www.biomethanregister.at